Vorstellungen vs. Realität…oder…jetzt bin ich Mama…

ja, ich hatte es schon erwartet, nein eigentlich war mir ganz bewusst dass sich alles ändern wird.  Bevor sich etwas so grundlegendes im Leben ändert wird man ausserdem sowieso zugeschüttet mit Warnungen, Ratschlägen und gut gemeinten Tips. Von daher waren wir gut vorbereitet, dachten wir. In welcher Art und Weise alles anders wird, wie intensiv und grundlegend alles sein kann, davon hatte ich keine Vorstellung.

1.

Die gesamte Schwangerschaft habe ich als völlig natürlich, gar nicht so sehr aufgeregt und nahe dem Normalzustand erlebt. Das hatte ich mir völlig anders vorgestellt. Aber wenn es dann so ist, funktioniert es einfach so, ohne viel dazu tun. Ohne viel Tam Tam, Ramba Zamba oder sonst was.  Sicherlich hatte ich auch Glück mit meiner Schwangerschaft aber insgesamt kann ich sagen, dass viele Dinge im Nachhinein betrachtet viel entspannter sind als man oder ich es mir vorgestellt habe. Eine schöne Erkenntnis, denn sie zeigt mir dass ich auch in Zukunft entspannter an Dinge heran gehen kann und manche Sachen einfach passieren lassen kann. Viel kann man meist eh nicht ausrichten und ein gewisses Vertrauen tut in vielen Lebenslagen nicht nur gut sondern lässt einen auch leichter durch Schwierigkeiten gehen.

2.

So war es dann auch mit der Geburt. In meiner Vorstellung war die Geburt ein Ereignis, dass sich (und dass obwohl ich nicht naiv bin) schon fast Hollywoodreif ankündigt und man hyperemotional durch die schweren Strapazen der Geburt geht. Obwohl die Geburt unseres Sohnes aufgrund verschiedener Gegebenheiten wirklich schwierig war, machte am Ende doch alles Sinn und als er dann da war…war alles wie weg geblasen (ja sie war wirklich schwierig….) .

 3.

Und nun…naja plötzlich ist dann alles anders. Man ist Mutter und es fühlt sich an als wäre es schon immer so. Die Zeit rennt vorbei und in den ersten Wochen ist und lebt man nur noch Mama sein. Ich kann noch nicht einschätzen wie es ist wenn die Kinder größer sind aber aktuell ist die Babytrage mein bester Freund, denn die erlaubt es mir auch mal was zu schreiben, naja oder zu essen…naja oder sich teilweise überhaupt zu bewegen. Zwischenzeitlich fragt man sich, wie man alles unter einen Hut bekommt aber die Frage ob man sich überfordert fühlt kommt irgendwie nicht auf, denn viel Zeit darüber nachzudenken bleibt nicht. Das wurde mir zwar immer wieder gesagt, und ich hatte schon damit gerechnet dass man nur noch am wickeln, stillen, bespaßen, beruhigen und ins Bett bringen ist, jedoch hatte ich mir dass tatsächliche Ausmaß nicht ausmalen können 🙂

4.

Eine hier eher untergeordnete, dennoch nicht zu verachtende Tatsache konnte ich mir auch nicht vorstellen. Mir ist es plötzlich relativ egal was der kleine an hat. Das hört sich jetzt vielleicht blöd an…aber in meiner Vorstellung wollte ich ihn schon immer besonders niedlich kleiden, wollte seine Sachen mit Bedacht auswählen und ihm jeden Tag ein anderes hübsches Ensemble anziehen. Einfach weil ich Spass dran habe. Nun ist das kleine Knöpfchen da und ehrlich gesagt sieht sowieso alles niedlich aus…ich hätte mir also im Vorhinein wesentlich weniger Gedanken darüber machen können was ich dem kleinen so anziehen werde wenn er da ist und einfach ganz gelassen nur die schlichten Bodys wählen können.

5.

Nie hätte ich mir vorstellen können wie viele Windeln Bodys und Spucktücher ich an einem Tag brauche 🙂

6. 

Dann kommt nach ein paar Wochen dieses Lächeln. Dieses erste Lächeln dass dich alles vergessen lässt….dieses erste kleine Lächeln dass dich am liebsten in die Welt schreien lassen würde…Bekommt Kinder!!! Unbedingt!!! Die Freude, das Glück und die Liebe die man in diesem Moment für das kleine Bündel Leben entfindet, ja vor allem die habe ich mir wirklich nicht vorstellen können…nicht im Ansatz!

Wie wichtig diese Schildkröte mal für uns werden würde… davon hatte ich auch keine Vorstellung 🙂 aber dazu demnächst mehr!

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Ein Gedanke zu “Vorstellungen vs. Realität…oder…jetzt bin ich Mama…

  1. handarbeit2016 schreibt:

    Schön wenn du so eine gute Schwangerschaft hinter dir hast. Ich finde man sollte sich nicht zu viel den Kopf darüber zermattern, wie es kommt – so kommts. Ich bin jetzt zum dritten Mal schwanger und jede Schwangerschaft war Anders. Jede hat seine Vor- und Nachteile. Das Gute an der ersten Schwangerschaft ist, dass man sich voll und ganz darauf konzentrieren kann und noch viel Zeit für sich hat. Von Kind zu Kind wird das immer weniger. Mir war das leider zu spät bewusst, hinterher muss ich sagen, hätte ich das davor gewusst, hätte ich es mehr genossen.
    Ich finde die ersten 3 – 4 Monate sind die schönsten, aber auch anstrengensten – doch die Zeit vergeht so schnell, dass man im Nu seinen Alltag incl. Kind wieder hat. Deshalb mach dir keinen Stress, erledige nur das wozu du kommst und alles Andere kommt nach und nach. 🙂

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