Kakao als echtes Superfood… oder… der Inhalt meines viertel Adventskalenders… die beste Roh-Schokolade…

Kakao als echtes Superfood… oder… der Inhalt meines viertel Adventskalenders… die beste Roh-Schokolade…

als ich vor einiger Zeit meine Ernährung umstellte und aufgrund meiner hormonellen Chaossituation beschloss, gänzlich auf Zucker zu verzichten und mich gesund und ausgewogen zu ernähren, stand ich vor folgendem Problem: Ich liiiebe Schokolade. Ich war schon immer der Schokoladentyp. Alle anderen Süßigkeiten kann ich ohne Probleme stehen lassen. Aber Schokolade, nein auf keinen Fall. Nun ja, leider besteht aber Schokolade, oder zumindest die herkömmliche Schokolade hauptsächlich aus Zucker, fetten und ist alles andere als gesund.

Glücklicherweise befasste ich mich ausgiebig mit dem Thema Superfoods und merkte schnell…auf Schokolade verzichten muss ich ganz und gar nicht!!!

Man denkt bei Superfoods sofort an irgendwelche Samen, Körner, Wurzeln, die keiner kennt und die man schwer bekommt. Das Kakao aber ein echtes Superfood ist, das hätte ich nie gedacht. Klar dass Schokolade glücklich macht hat man das ein oder andere mal schon gehört. Mehr aber auch nicht.

Kakao in seiner rohen Form steckt voller Antioxidantien, Zink und Vitamin C und ist außerdem ein hervorragender Magnesiumlieferant. Die rohen Bohnen besitzen die höchste Konzentration an natürlichem Magnesium. Die Kombination mit anderen Superfoods mit viel Vitamin B6, wie etwa der Gojibeere, soll die Aufnahme des Magnesiums in den Zellen sogar noch erhöhen.

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Kakao ist reich an Antioxidantien und ein wunderbares natürliches Antidepressivum. Kakao liefert uns Serotonin und Dopamin für echte gute Laune Gefühle. Ausserdem unterstützt er die Funktionen von Herz und Gehirn und gilt als echtes Aphrodisiakum. Mit seinen beinahe 1200 Inhaltsstoffen, u.a. auch Kalzium, Linolsäure, Eisen, Arginin, Lysin oder Tyrosin ist Kakao ein echtes Kraftpaket. Leider steckt in der herkömmlichen Schokolade nur all zu wenig davon drin. Durch den Verarbeitungsprozess gehen die unzähligen wertvollen Inhaltsstoffe des Kakaos verloren.

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Rohe Kakaonibs und Kakaopulver wurden also meine besten Freunde. Kein Tag vergeht an dem ich nicht Kakaonibs im meinem Müsli habe. Um aus dem Kakaopulver Schokolade herzustellen benötigt man eigentlich nur noch Kakaobutter. Kakaobutter ist der Bestandteil der bei der Herstellung von Kakaopulver austritt. Kalt gepresst hat Kakaobutter ein starkes Kakaoaroma und schmilzt bereits bei Körpertemperatur. Roh, also nicht über 42 °C erhitzt,  enthalten all die Zutaten ihre Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente usw.

Kakaonibs, rohes Kakaopulver und rohe Kakaobutter bestelle ich in größeren Mengen online. In den gängigen Bioläden finden sich aber auch alle Zutaten. Ich süße meine Schokolade meist mit Kokosblütenzucker. Der lässt den Insulinspiegel nicht so ansteigen wie herkömmlicher Zucker und schmeckt angenehm mild. Selbstverständlich kann man auch andere Süßungsmittel wie Dattelsirup, Agavendicksaft, Stevia oder Mascobadozucker verwenden (der normale Zucker tut natürlich auch).

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Hier mein Grundrezept für Roh-Schokolade.

  • 70 g roh-Kakaobutter
  • 70 g Kokosöl
  • 70-80 g roh-Kakaopulver
  • 30 g Kokosblütenzucker

Hier kann sowohl in der Menge des Kakaopulvers als auch in der Menge des Zuckers je nach Vorliebe variieren. Ich mag eher dunkle, nicht so süße Schokolade. Im Zweifel zwischen drin einfach mal probieren. Um die Schokolade zu verfeinern, gebe ich ausserdem 2 EL Maca-Pulver hinzu. Ich mag den leicht erdigen Geschmack gerne.

Zubereiten lässt sie sich ganz einfach:

Kakaobutter und Kakaopulver langsam über einem Wasserbad schmelzen. Hierbei sollte das Wasser nicht wärmer als 50 Grad sein. Nun Kakaopulver, Kokosblütenzucker und optional Maca-Pulver unterrühren und alles zu einer schönen, glatten Masse verarbeiten. In Formen** giessen und anschließend, wenn gewünscht verzieren. Hier habe ich Gojibeeren, mein selbstgemachtes Granola, Datteln, Mandeln, Kakaonils, kandierten Ingwer und Kokosflocken verwendet. Auch aussergewöhnliche Zutaten wie Pfefferkörner, Chillifäden oder Fleur de Sel passen hervorragend zu der Roh-Schokolade.

**(ich habe Mini-Gugl Silikonformen und eine Schokoladentafel- Silikonform verwendet. Es funktioniert aber auch jede andere Form. Oft habe ich einfach Backpapier auf einen Teller gelegt und die Schokolade drauf gegossen)

Hübsch verpackt eignet sich die Roh-Schokolade bestens als handgemachtes, gesundes, kreatives Geschenk. Mit ihr kann man ein bisschen Weltverbesserer spielen, oder sich so fühlen. Diesmal wandert sie direkt in unseren Adventskalender, zumindest zu einem viertel…wie ihr hier sehen könnt 🙂

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Buchweizen-Chia-Karotten Frühstücks-Muffins mit Rohschokolade…mmhhh…so lecker kann gesund sein!

Buchweizen-Chia-Karotten Frühstücks-Muffins mit Rohschokolade…mmhhh…so lecker kann gesund sein!

nun ist wieder einige Zeit vergangen die ich kräftig genutzt habe um meine Rezepte zu perfektionieren. Es ist gar nicht so einfach, wenn man die üblichen Verdächtigen wie Zucker und Weissmehl ersetzt, die richtigen Konsistenzen hin zu bekommen. Umso mehr Mühe muss man sich also geben und am besten.. einfach ausprobieren!

In der letzten Zeit hat sich zu meiner Ernährungsumstellung auch privat sehr viel getan. Mittlerweile bin ich verheiratet und auch wenn sich eigentlich dadurch gar nicht viel verändert, fühlt man sich einfach noch mehr als Familie. Umso größer die Mission also, dass sich die Familie gesund ernährt. Ich lege aus Entscheidung auf gesunde Ernährung großen Wert und hoffe dass ich die Menschen um mich herum einfach mitreissen kann. Wenn man erst einmal feststellt dass einem der übliche Industriezucker gar nicht fehlt oder dass Vollkornpasta genauso lecker sein kann, ist der erste Schritt schon getan.

An diesen Muffins habe ich relativ lange rum gebastelt. Es sollte ein Rezept ohne Weissmehl, den bösen Industriezucker und Ei sein. Statt dessen geben Chia Samen den Halt und Kokosblütenzucker eine leichte Süsse. Kokosblütenzucker eignet sich wunderbar als Zuckerersatz. Er hat kaum Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und verursacht demnach nicht den typischen Zucker-Jeeper danach. Ausserdem schmeckt er sehr angenehm und nur ganz leicht süß. Ich liebe die Kombination der verschiedensten Zutaten in Verbindung mit dem Gefühl dass man etwas gutes für sich und seine Familie tut. Wenn sie dann auch noch so unfassbar lecker sind…umso besser 🙂

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Die Muffins strotzen vor guten Zutaten, eignen sich als Frühstück (man kann sie auch sehr gut mit nehmen) oder zum Kaffee zwischendurch. Das tolle an diesen Muffins ist, dass man sie in unzähligen Varianten machen kann, statt Karotten mit Kürbis, oder vielleicht mal mit Banane. Alle Möglichkeiten sind offen. Die Grundzutaten passen einfach zu allem und sämtliches „Superfood“ wie Maca Pulver, Baobab oder Acaipulver kann man ganz einfach unter bringen…oder eben auch nicht wenn man es nicht zuhause hat. Einfrieren lassen sich die Muffins auch wunderbar, sodass man immer was leckeres, gesundes auf Vorrat hat!

Wahre Super-Muffins also 🙂

Hier das Rezept:

Backofen Umluft 180 Grad

  • 2 Äpfel
  • ca. 350 g Karotte (+ eine kleine Karotte zum Verzieren)
  • 120 g Buchweizen ganz
  • 70 g Buchweizen gemahlen
  • 5 EL Chiasamen
  • 1 EL Leinsamen
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Amaranth
  • 150 g Dinkelmehl
  • 40 g Kokosblütenzucker (oder Rohrzucker)
  • 3 EL Kokosraspel
  • 3 EL Kürbiskerne (+ welche zum Verzieren)
  • 200 g Mandelmilch
  • 100 g Olivenöl
  • 1,5 EL Dattelsirup (oder Honig)
  • 1 TL Mandelmus
  • 5-8 Datteln
  • 1 Pck. Backpulver (optional)

Für die Glasur:

  • 50 g Rohkakaopulver
  • 70 g Kakaobutter oder Kokosöl
  • 1 – 2 EL Kokosblütenzucker (oder Rohrzucker)

Das Rezept ist wirklich einfach. Eigentlich geht es hauptsächlich darum, eine schöne Konsistenz hinzubekommen, wenn man alle Zutaten zusammen rührt.

Ich fange immer damit an, Apfel und Karotte zu raspeln und anschließend alle trockenen Zutaten zu zu geben. Den Buchweizen mahle ich einfach im Mixer. Anschließend Mandelmilch und  Olivenöl dazu und alles schön vermengen. Dattelsirup zugeben, die Dattteln ein wenig zerkleinern und zur Masse geben. Nun noch Mandelmus und Backpulver unter rühren und ja….im Grunde wars dass schon.

Das Rezept kommt durch die Chiasamen ganz ohne Eier aus! Ich verzichte zwar nicht auf Eier, aber ein veganes Rezept zu machen ohne dass es eins sein muss finde ich toll 🙂

Ich rühre den Teig ohne Mixer, einfach mit einem Löffel an. So habe ich das Gefühl die Konsistenz besser unter Kontrolle zu haben. Falls das ganze zu trocken aussieht, einfach ein bisschen Mandelmilch dazu geben. Falls es sehr feucht wird, ein bisschen Dinkelmehl dazu geben 🙂

Den Teig in Muffinförmchen geben (ich benutze immer Backpapier) und ca. 1 Std bei 180 Grad backen. Sollten die Muffins zwischenzeitlich zu dunkel werden, einfach ein Backpapier oben drauf legen.

Die Muffins sollten innen noch schön saftig sein aber trotzdem einigermaßen fest.

Während die Muffins abkühlen kann man schon mal die Schokoladenglasur herstellen.

Hierzu einfach die Kakaobutter langsam erwärmen, währenddessen Kakao und Kokosblütenzucker mischen und anschließend die flüssige Kakaobutter zum Kakao geben, gut umrühren und die fertige Schokolade über die noch leicht warmen Muffins geben.

Die Muffins mit Kürbiskernen und/oder kleinen Karottenraspeln garnieren (ich habe ein paar geriebene Karottenraspel auf ein Backpapier 5 min in den Ofen gegeben um sie zu trocknen) Falls man noch Orange zuhause hat machen sich ein paar Zesten auch besonders schön auf den Muffins!

Und dann nur noch aufpassen dass nicht alle Muffins auf einmal weg sind 🙂

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