Lebensretter im Babyalltag- Teil 2- wenn Babys weinen…

Lebensretter im Babyalltag- Teil 2- wenn Babys weinen…

gerade habe ich wieder so eine Situation hinter mir, in der ich ohne einen meiner Lebensretter ziemlich aufgeschmissen gewesen wäre. Lebensretter hört sich ziemlich heftig an, als wäre der Babyalltag so hart dass man ohne gewisse Dinge aufgeschmissen wäre. Ganz und gar nicht. Aber ich denke jede frische Mami kommt irgendwann an den Punkt, wo sie unheimlich froh ist, wenn ein Tip der Mama, Oma, Freundin, Hebamme geholfen hat und das Baby sofort aufhört zu weinen. Also doch ein bisschen Lebensretter. Ja, jedes Baby weint mal, aber ganz ehrlich: wer hällt dass wirklich lange aus so ein kleines Wesen bitterlich weinen zu sehen. In solchen Momenten ist man froh über jeden Strohalm. Klar, man geht die normalen Sachen alle durch: Hunger, Windel voll, Langeweile, Bauch weh. Manchmal ist es einfach was anderes, manchmal kommt man nicht drauf und dann helfen vor allem all die normalen Dinge nicht. So war es zumindest bei uns. Als unser kleiner Mann das erste Mal einfach so geweint hat, konnte ich gar nichts damit anfangen.

Wo wir beim ersten meiner Lebensretter bei Babyweinen wären: Information!!! Ich bin ein großer Freund von viel viel Information. Manche lassen lieber alles auf sich zu kommen, ich mag lieber alles wissen, hinterfragen und weiss einfach gern Bescheid. Zumindest in einem gewissen Maße.

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Ich habe mir ein paar gute Bücher zugelegt, habe meine Hebamme viel gefragt und ja auch immer mal wieder gegoogled. Wobei man wirklich sagen muss, dass man leider auch viel Mist im Internet findet. Im Zweifel also immer lieber jemanden mit Erfahrung fragen.

Ein wirklich gutes Buch ist meiner Meinung nach: Oje ich wachse!. Hier sind de einzelnen Wachstumsphasen des Babys beschrieben. Gerade am Anfang hat es mir wirklich geholfen, das Grundverständnis aufzubauen was bei einem Baby alles so los ist. Wenn man weiss, dass Babys in Phasen wachsen oder dass sie jedes Mal wenn sie einen großen neuen Entwicklungssprung gemacht haben, erstmal damit klar kommen müssen und sich in unserer Welt völlig neu ordnen müssen kann man besser mit diesen quengeligen Phasen umgehen. So ging es mir zumindest. Ich hatte das Gefühl nicht mehr ganz so hilflos und ratlos zu sein und immerhin ansatzweise verstehen zu können wie es meinem Baby gerade geht. Ein Tip meiner Hebamme dazu war: Nur bis zur aktuellen Phase lesen, sonst wartet man schon auf die nächste und manchmal hat man Glück überspringen die Babys eine Phase 🙂

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Nach der Information kommt die Umsetzung. Irgendwas muss man ja machen wenn das Baby unleidig ist und all die normalen Sachen nicht helfen. Oft gibt man den Babys ja einfach nen Schnuller.  Ich habe lange gezögert unserem kleinen Mann überhaupt einen Schnuller anzubieten. Soll man ja nicht wegen Kiefer und Zähnen, Ausserdem muss man ihn ja irgendwann auch wieder los werden. Nun ja wir haben ein kleines Nuckelbaby das sich eigentlich nur so beruhigen lässt. Stillen geht aber nicht immer. Vor allem beim Autofahren nicht. Unser Knöpfchen hat jedoch jeden Schnuller verweigert (wir wussten damals nicht mal dass es sowas gibt- Schnuller verweigern???). Ich habe wirklich sämtliche Schnuller mit den verschiedensten Formen ausprobiert. Nix da. Kein Schnuller wollte drin bleiben. Da wir damals, als er gerade 6 Wochen war, nach Italien mussten, wollte ich unbedingt dass er einen nimmt weil ich schon Sorge vor der Autofahrt hatte. Also suchte ich wie verrückt nach einer Lösung und fand letzten Endes glücklicherweise ein Schultertuch.

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Man befestigt den Schnuller einfach an einer Art Schnuffeltuch. Das Baby spürt dann das kuschelige Schnüffeltuch an der Backe wenn es den Schnuller drin hat. Es soll wohl eine Art Verbindung schaffen. Bei uns hat es glücklicherweise funktioniert und mittlerweile nimmt er den Schnuller im Kinderwagen und im Auto wenn es sein muss. Immerhin 🙂

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass manchmal auch Ablenkung her muss.  Ablenkung kann frische Luft, Blätter im Wind oder ein Lied sein. In der ein oder anderen wirklich heftigen Schrei-Situation hat uns da nur Sab Simplex aus der Apotheke geholfen. Mittlerweile haben wir es immer in der Tasche falls mal was ist. Sab Simplex ist gegen Blähungen und Völlegefühl. Blähungen hat unser kleiner Mann nur allzuoft. Viel mehr ist es aber auch der leicht süßliche Geschmack der das Baby sofort ablenkt. Zumindest ist das bei uns so. Sab Simplex ist völlig ungefährlich und wird über den Darm wieder ausgeschieden. Bis zu 15 Tropfen kann man auf einmal geben, so oft man es benötigt. Bei uns hilft schon ein Tropfen auf dem Schnulli und der kleine ist abgelenkt und ihn scheint nichts mehr zu drücken.

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Mit entspannten Baby kann man dann wieder die schönsten Zeiten verbringen. Kuscheln, spazieren gehen, spielen, beim wachsen zuschauen…bis zum nächsten Schub und bis zum nächsten Weinen… Aber zumindest ist man gerüstet, oder denkt es.

Zu Lebensretter- Teil 1-Wickeln und Schnupfennase-  geht es übrigens hier entlang 🙂

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der perfekte Morgen…und jede Menge Buchweizen-Granola…

der perfekte Morgen…und jede Menge Buchweizen-Granola…

ein perfekter Montagmorgen:

er startet früh, nach einer ausgiebigen Dusche mit einem ausgewogenen leckeren Frühstück und einer Zeitung. Im besten Fall bringt er noch Zeit mit um in Ruhe zu Frühstücken und in der neuen Woche anzukommen. In meinem Szenario des perfekten Montag Morgens schläft mein Baby noch ein Weilchen und ich kann danach sogar noch ein bisschen aufräumen, Wäsche waschen, Rechnungen sortieren oder sonst was.

Mein Start in die Woche sah heute ein wenig anders aus:

um 6:30 lag ein leicht nörgeliges Baby neben mir und wollte bespasst werden. Nach dem obligatorischen Check nach der Windel war klar…Baby nass…muss gewickelt werden. Nach dem Wickeln war klar…ok kleiner Mann lässt sich nicht ablegen und will auch nicht mehr schlafen. Also wird später geduscht. Ab in die Küche zum einhändigen Kätzchen füttern (man glaubt nicht wie schwer es ist Nassfutter mit einer Hand zu öffnen) um dann doch endlich zu meinem liebsten Teil des Tages zu kommen 🙂 Frühstück! Denn egal wie der Morgen gestartet hat und was alles schief gelaufen ist, Frühstück ist immer toll.

Ich bin wirklich eine ausgiebige Frühstückerin. Dass lasse ich mir nur in ganz seltenen Fällen nehmen. Zum einen weil ich in der Früh wirklich Hunger habe, zum anderen weil ich wirklich finde dass es einen Tag so viel besser machen kann wenn man schön frühstückt. Ausserdem fühlt man sich gleich viel fitter und energiegeladener.  Ich kann ohne Probleme Mittag und Abendessen ausfallen lassen wenn es sein muss, aber beim Frühstück mache ich keine Kompromisse! So wichtig wie mir das Frühstücken an sich ist, so wichtig ist mir natürlich auch was ich esse. Ich befasse mich ja schon lange mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. In der Schwangerschaft und Stillzeit lege ich darauf aber nochmal besonders grossen Wert. Da man aber als frische Mami wirklich keine Zeit hat grosse Geschütze aufzufahren und die Zubereitung des Frühstück maximal eine Minute benötigen darf, musste eine Lösung her. Klar was jetzt kommt:

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ein super leckeres Granola.

Die Herstellung ist so einfach und schnell dass ich wirklich nicht mehr einsehe auf die viel zu teueren gekauften Varianten zurück zu greifen von denen man erst mal 90 % aussortieren muss weil sie so viel Zucker enthalten (und Rosinen). Ausserdem mache ich immer eine riesige Menge auf ein Mal sodass ich nur alle paar Wochen frisches Granola backen muss.

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Hier das Rezept:

  • 300 g kernige Haferflocken
  • 400 g Buchweizen
  • 300 g Kürbiskerne
  • 400 g Sonnenblumenkerne
  • 200 g Mandeln
  • 300 g Leinsamen (geschrotet)
  • 200 g Kokosraspel
  • 1 TL Salz
  • 5 EL Kokosöl
  • 2 Bananen
  • 4 EL Ahornsirup

nach dem Backen:

  • 200 g Gojibeeren
  • 100 g getrocknete Kokoschips

Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Alle trockenen Zutaten vermengen. Bananen mit einer Gabel zerdrücken und mit Öl und Sirup vermischen . Die trockenen Zutaten mit dem Bananenbrei mit den Händen zu einer körnigen, etwas feuchten Masse verkneten.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und Masse darauf verteilen. Man kann die Bleche auch nach einander Backen. Ca. 20 min im Ofen rösten. Zwischendurch einmal gut durch mischen.

Auskühlen lassen und anschließend Gojibeeren und Kokoschips untermengen.

Das Granola hält sich 4-6 Wochen und das schöne ist dass man alle möglichen Zutaten zugeben kann. Bei uns gibt es das Granola mehr oder weniger als Topping. Ich verwende Jogurt oder Hafermilch, gebe Chiasamen und Obst dazu und oben drüber das Granola. Als kleines Extra streue ich noch ein paar Kakaonibs und manchmal noch extra Gojibeeren und getrocknete Früchte drauf….fertig das perfekte Frühstück.

Das gibts dann nach einem vielleicht nicht ganz so malerischen Start in den Tag, zur Wochenendzeitung (hab ich natürlich nicht mal angefasst am Wochenende) mit Baby und Spielzeug im Arm.

Aber ganz ehrlich: perfekter und schöner kann ich mir einen Montag (jeden) Morgen gerade eigentlich nicht vorstellen 🙂

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Lebensretter im Babyalltag- Teil 1 oder…Wickeln und Schnupfennase leicht gemacht…

Lebensretter im Babyalltag- Teil 1 oder…Wickeln und Schnupfennase leicht gemacht…

nun sitze ich hier und schreibe mit Baby im Arm zu „Babyeinschlafmusikaufyoutube“einen Blogpost. Mittlerweile habe ich das „einarmistimmerbelegt“ Phänomen nicht nur hingenommen sondern sogar ein bisschen perfektioniert und ich muss ehrlich zugeben, es macht einen schon ein bisschen stolz wenn man Frühstücken, Zeitung lesen, Baby füttern, Katzen schimpfen..alles gleichzeitig kann 🙂

Der kleine Knopf ist nun dreieinhalb Monate und hat uns voll und ganz in Beschlag genommen. Wir haben uns aber auch in Beschlag nehmen lassen, denn es gibt kaum etwas schöneres. Wir haben schon so einiges hinter uns, haben uns im Kreißsaal zum Umzug entschieden und krank war der kleine auch schon. Da kommt man nicht ohne ein paar kleine Lebensretter aus. Alles alltägliche Dinge, die uns aber das Leben so unendlich leichter gemacht haben!

Allen voran wäre da natürlich:

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unsere Schildkröte!! Ich habe dieses nette Wesen schon in der Schwangerschaft gekauft und nie, niemals hätte ich gedacht dass sie uns so hilft. Der kleine Mann hatte am Anfang ziemliche Angst vor dem Wickeln. Diese Schildkröte macht Meeresgeräusche und taucht alles in ein schönes blaues Licht mit sanften Wellen. Wahnsinn hat das gut funnktioniert und nach einiger Zeit war Wickeln seine Lieblingsbeschäftigung 🙂 Ob deshalb die Windeln immer so voll sind kann ich nicht sagen.

Nicht ganz so hübsch aber mindestens genauso wichtig und ebenso Lebensretter in Sachen Angst vor dem Wickeln:

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die Wärmelampe. Ich habs ja nicht geglaubt und habe deshalb auch keine vorher angeschafft (unser Baby ist sogar im Hochsommer geboren) aber den kleinen ist wohl wirklich kalt und diese Lampe schafft ein wollig warmes Gefühl auf der Haut. In einem dunklen Zimmer in Verbindung mit der Schildkröte perfekt. Wir haben Abends dann gar kein weiteres Licht mehr angemacht. Der Heizstrahler leuchtet rötlich und die Schildkröte taucht alles in ein meeresblau. Aus Babysicht anscheinend wunderschön.

Eine gute Investition waren für uns auch:dsc_0039

Plazentaglobulis. Ja ich weiss, hierüber streiten sich die Geister. Die einen glauben nicht an die Wirkung von Globulis, die anderen schwören darauf. Ich bin ein Freund der Alternativmedizin und vor allem möchte ich zumindest den natürlichen Weg nicht unversucht lassen. Als meine Hebamme mir von Plazentaglobulis erzählt hat, war ich sofort begeistert. Prinzipiell kann man Plazentaglobulis nämlich bei allen möglichen Beschwerden einsetzen und zwar für Kind UND Mutter! Die Herstellung war denkbar einfach, ich habe ein Nosodenstartset bestellt (bei der Engel Apotheke Freiburg). Dies enthält ein kleines Röhrchen welches mit zur Entbindung genommen wird. Nach der Entbindung wird dann ein erbsengrosses Stück der Plazenta in das Röhrchen gegeben. Anschliessend verpackt wieder zurück geschickt. Zwei Wochen später hatte ich jede Menge Globulis in den verschiedensten Potenzen. Ich kann jedem nur empfehlen sich dahingehend zu informieren, falls mal wieder eine Geburt ins Haus steht 🙂

Wo wir nun schon bei Krankheiten und kleinen Beschwerden sind: ja wir hatten schon den ersten Schnupfen. Eigentlich war die gesamte Familie krank. Mama, Papa und Kleinknöpfchen alle mit Schniefenase zu Hause. Was für eine Herausforderung wenn man sich eigentlich ausruhen möchte und muss aber nicht so wirklich kann. Normalerweise greife ich dann gerne zu Transpulmin Salbe und einer Ibuprofen. Aber nein nein….nicht in der Stillzeit und erst recht nicht mit Baby! Die starken Ätherischen Öle der Transpulmin Salbe wirken auf die Schleimhäute des Babys, selbst wenn sie nur im selben Raum sind! Also Alternativen suchen 🙂

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Engelwurzbalsam und Thymian Myrte Balsam waren also unsere besten Freunde! Den Engelwurzbalsam haben wir uns und dem kleinen auf und unter die Nase aufgetragen. Somit ging das Atmen schon mal leichter, mit dem Thymian Myrte Balsam haben wir uns eingerieben…was für Erleichterung. Leider war das Näschen unseres kleinen Mannes wirklich sehr verstopft. Vor allem Nachts. Die kleinen Menschchen können ja leider nicht einfach so schnäuzten. Sehr gut hat da auch Kochsalzlösung und Muttermilch geholfen, welche wir im mit einer kleinen Spritze in die Nase gegeben haben. Das hat alles flüssiger gemacht und es kam leichter raus.

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Am Ende des Tages hat aber eins immer am besten geholfen: Viiiiiiiel Liebe und Zuwendung! Man vergisst manchmal wie neu, aufregend und auch beängstigend unsere Welt für die kleinen sein muss.

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Da geben dann viele Kuscheleinheiten mit Mama und Papa die Sicherheit sich in Ruhe entwickeln zu dürfen! Mama sucht währenddessen einfach weiter nach kleinen Lebensrettern die den Babyalltag einfacher machen! Die gibts dann in Teil 2 🙂

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